Früchte

Zuerst die übliche Tour: Googeln in den CH-Seiten. Erster Fund ist eine Saisontabelle Früchte, die lehrt, dass Kiwis von 12-3 Hauptsaison haben. Keine Nebensaison. Der zweite Link führt zu swissfruit.ch, wo betont wird, dass Schweizer Kirsch aus 100 Prozent Schweizer Kirschen gemacht wird und eine bekannte Frau gesteht: «Schweizer Früchte. Ich weiss warum». Die dritte Homepage droht «Rund 50 verschiedene Früchte versuchen Sie zu verführen» und ich frage mich, welcher ich die grösste Chance gebe! Sicher nicht der Vierfrucht, aus der diese scheussliche Skilagerkonfi hergestellt und in Riesenbüchsen angefüllt wird. Vielleicht würde das jene Frau etwas anders sehen, die davon schwärmt, wie sie im Vierfruchtpijama am Freiburger Waffenlauf teilgenommen hat und begeistert am Ziel angekommen ist.

Ich suche in der Zeitung Früchte: Die Firma X erntet die Früchte ihrer harten Restrukturierungsmassnahmen. Wie die den Entlassenen wohl schmecken? Der Ideenaustausch unter den Besamungstechnikern erwies sich als fruchtbar. Kein Kommentar. Willkommen in der Bananenrepublik! überschreibt der Generalsekretär der SVP seinen Artikel in der «Schweizerzeit», einem Blättli, das mir ein unbekannter Peiniger regelmässig zustellt. Irgendwie stehen Früchte auch für Negatives. Nicht so die schönen Früchtchen. Das sind Kinder und Jugendliche. Nicht die eigenen.

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