Netze

Meine Tochter hat kürzlich eine schöne Kurzgeschichte mit dem Titel «Das Flattern des Netzes» geschrieben. Angeregt wurde sie durch einen Literaturwettbewerb zum Thema «Netz» von ostschweizerinnen.ch. Die Geschichte erzählt von zwei Fussball spielenden Freundinnen und ihren Gefühlen, wenn der Ball im Tornetz landet. Handelt es sich hier um ein ganz handfestes Netz, ist ostschweizerinnen.ch ein virtuelles FrauenNetzWerk, das Ostschweizerinnen online vernetzt.

Diese Anwendungs- und Bedeutungserweiterung ist ein Spiegel für den Wandel und die Modernisierung unserer Gesellschaft: Von den Fischernetzen über die Eisenbahn- und Stromnetze zu den Datenbanknetzen. Die virtuellen Netze dominieren heute, und umgangssprachlich sind die Einkaufs- und Haarnetze weit gehend von sozialen und neuronalen Netzen verdrängt worden. Würden nicht beim Fussball- und Tennisspiel auch heute noch geknüpfte Netze gebraucht, so wären uns die realen Netze und ihre ursprüngliche Bedeutung schon fast abhanden gekommen.

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