Stern

Ein Stern in Einzahl sagt mir wenig: Seit ich meine Augen mit Laser korrigieren liess, sehe ich zwar viel besser, aber dafür die Sterne doppelt. Und das empfinde ich als Privileg: Ich liebe den Sternenhimmel, und deshalb macht es doppelte Freude, eine doppelte Anzahl Sterne zu sehen …

Als Privileg betrachte ich es auch, im Appenzellerland in einer Gegend zu wohnen, die noch die Dunkelheit der Nacht kennt und so überhaupt erst den freien Blick in den Sternenhimmel erlaubt … Bei seinem Anblick geht es mir wahrscheinlich wie Ihnen: Es ist das beste Mittel dagegen, sich selbst und seine Probleme zu wichtig zu nehmen. Aus Sicht der Sterne sind wir aus Sternenstaub gemacht, vielleicht, um sie zu bewundern, doch so unwichtig wie für uns der Staub auf unseren Regalen …

Und dann gibt es da die menschlichen Sterne in meinem Leben. Nicht die Stars der öffentlichen Medien, die kommen und vergehen eher wie Sternschnuppen als wie richtige Sterne. Meine Stars sind Menschen, die mir etwas bedeuten, und denen ich etwas bedeute. Diese Sterne allerdings sind sehr wohl singulär, einzigartig jeder einzelne, und gerade wegen dieser Individualität liebenswert …

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