Chapelle Notre-Dame du Haut, Ronchamp

Bei mittelschönem Wetter und u.a. nach Gerhard Richters Ausstellung in der Fondation Beyeler ein Sonntagmorgenbesuch in Ronchamp. Le Corbusier entwarf die Kapelle, nachdem die vorher dort stehende Wallfahrtskirche wie viele andere auch im 2. Weltkrieg zerstört worden war. Ausführliche, bebilderte Informationen findet die Leserin oder der Leser hier. (Bilder werden Anklicken grösser)


In den wenigen Minuten, in denen sich die dunklen Wolken beiseite schoben, war erahnbar, wie umwerfend das Umgebungspanorama ist: gemäss Berichten mit ein Grund, weshalb der Architekt diesen Auftrag angenommen habe. Wahr oder nicht wahr, in jedem Falle ein mit Bedeutungen, Symbolen und Bezügen reicher Bau. Nicht nur dem eher düsteren Wetter geschuldet ist der Eindruck, dass der Kapelle ein wenig Pflege (v.a. im Aussenbereich) nicht schaden könnte. Die Zeit zeichnet sich auf der Aussenhaut ab, Risse und unschöne braune Striemen mögen als prozesshaftes Geschehen gesehen werden, ästhetisch sind sie nicht. Sie mindern jedoch den Eindruck einer mutigen und ungewöhnlichen architektonischen Leistung keinesfalls.
Fast verborgen bleibt eine weitere Architekturleistung, nämlich das in den Hügel unterhalb der Kapelle eingelassene Klarissenkloster, erbaut vom italienischen Architekten Renzo Piano. Seine Arbeit ist leider (mindestens im Ronchamp-Shop) wenig dokumentiert, ein paar Informationen und Bilder finden sich hier. (Bilder werden durch Anklicken grösser)

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